Flüsterfragen

Flüsterfragen

Transkript

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Elske: Hallo und herzlich willkommen zu Flüsterfragen, der Podcast für deine Glaubensfragen, die du dich nicht traust, lautzustellen. Das Beste bei uns ist, falsche Fragen gibt es nicht. Deine Fragen erreichen uns über telonym.me.fluesterfragen als Direct Message bei Instagram und derzeit nicht über NGL. Aber gut, das ist ein anderes Problem. Ich bin Elsker und mir gegenüber sitzt die Liebe. Wollte ich noch eine Nuss zwischen meinen Schneidezehen? Wir haben jetzt aber auch Videopodcast.

Jule: Jule!

Elske: Zumindest eingeschränkt. Von daher muss man immer sehen. Schnupsel.

Jule: Es gibt ja immer mal so paar schicke Snippets von uns. heute auch so ein Licht. Ich bin nicht optimal ausgeleuchtet, aber das macht doch nichts, ich habe furchtbare Haut gerade.

Elske: Ja, bei mir ist ja auch Schatten auf Gesicht, weil Cappy wegen Bad Hair Day. Aber gut.

Jule: Wir sind und wir bleiben auch einfach Podcastgesichter.

Elske: Richtig. Jule, wir fangen mal einfach direkt an, oder?

Jule: Ja. Wir fangen an mit einer Einstiegsfrage, wie immer von Telonium generiert, die ich mitgebracht habe. Und die Frage lautet heute so. Wie oft hörst du Musik?

Elske: Zu selten. Ich höre total viel Podcasts zum Beispiel und höre dann auch regelmäßig Musik, aber eher so was wie die Jahresuhr von Rolf Zukowski. Oder im Moment ist der Ostertoni wieder sehr im Hype bei uns. Und merke manchmal, wenn ich dann so richtig dolle Musik höre auf meinen Öhrchen, wie gut das eigentlich fürs Innere tut, wenn ich das mache. Aber irgendwie hab ich festgestellt, hab keinen Musikgeschmack mehr und weiß nicht mehr, was ich hören soll. hab noch nicht ... Keine Musik, wo ich sage, das bewegt mich. Da spür ich irgendwas, was mir irgendwie ... Ja, was irgendwie so mir hilft und ich irgendwann höre ich unfassbar wenig Musik. Leider. Und bei dir?

Jule: Mhm. Ich finde dieses aktive Musikhören ist halt noch mal was anderes. Es gibt sehr selten eine Zeit, in der ich mich hinsetze und einfach nur Musik höre. Sondern es ist halt immer Grundrauschen. Wenn ich Sport mache, wenn ich Auto fahre, wenn ich Haushalt mache, wenn ich dusche, was auch immer. Auch viel Podcasts, ja. Und auch viel Musik. So dieses sich hinsetzen, da bewundere ich Menschen mit so einer Schallplattenaffinität total. Dass das so richtig wie andere Leute sich auch so celebrationhaften Kaffee machen und sich da total rein investieren, auch Menschen mit Schallplatten dann...

Elske: Hmm.

Jule: ihren Schallplattenspieler anmachen und dann die sich aus dem Regal noch eine Schallplatte aussuchen und die dann auflegen und sich hinsetzen und einfach nur die Musik hören und dann nichts anderes machen. Ich denke so, was passiert hier gerade? War ich noch nicht auch bei einem Freund, der dann gesagt hat, jetzt hören wir mal die Platte und dann haben wir zwischenzeitlich auch nicht gesprochen, sondern haben einfach nur der Musik zugehört. Und dann haben wir mal wieder geredet. Ja, genau.

Elske: Ja, aber auch weil es bewegt, Das ist halt so crazy. Und es gibt ja so Lieder, bewegen einen Alltime-Favorite. Hast du so eins?

Jule: Uff!

Elske: Jetzt kommt jedenfalls mein Take für das Lied, was immer meine innere Orange berührt. Joy Fleming, ein Lied kann eine Brücke sein.

Jule: Ich glaube auch, das haben wir vor vielen Jahren in diesem Podcast schon mal gehört. Und hättest du mich jetzt gefragt, welches Lied es bei dir ist? Ich hätte überlegen müssen und wäre dann aber auch... Ich hätte jetzt fast Nicole gesagt, aber ich wusste irgendwo Richtung ESC. Ja, ich hab so zwei, drei, die auf meiner Playlist immer mitwandern.

Elske: Ja. Ja. Mhm. Ja, ja.

Jule: Ich weiß gar nicht, glaube, ist... Wie heißt das denn jetzt? Von Tomte? Ich glaube, es ist Tomte. Ich sang die ganze Zeit von dir. Ich glaube, ist das. Das kann man so richtig schön mitschreien. Ja.

Elske: Mhm. Ja, solche Lieder brauchst du. Gut, lass mal reinstarten in die richtige Frage, oder?

Jule: Ja, in die richtige Frage, die uns auch erreicht hat und die lautet heute so.

Elske: Nein, das war Flüsterfragen, der Podcast für Deine Glaubensfragen.

Jule: Wir kürzen es andersrum ab. das war fiese. Nein, erstmal vielen, vielen lieben Dank für die Frage. Und ich würde jetzt erstmal, wenn wir vom Kirchensteuerbegriff ausgehen, erstmal das so weit einsortieren, dass Menschen, die ja noch kein eigenes Geld verdienen und praktisch steuerpflichtig sind, ja sowieso erstmal keine Kirchensteuer zahlen.

Elske: Das war's für's... Ja. Ja, und ich frage mich, wie ist denn das bei RentnerInnen? Die bezahlen ja schon Steuern auf ihre Rente leider auch nochmal, was irgendwie total schräg auch ist. Aber zahlen die auch Kirchensteuer auf die Rente? Ich glaube nicht. Ich glaube nicht. Man muss glaube ich also eine Einkommenssteuer zahlen, was wie gesagt richtig schräg ist. Aber ich glaube Kirchensteuer. Also Rentner und Kinder bis sie selber Einkommen haben, zahlen ohnehin keine Kirchensteuer.

Jule: Mhm. Ich denke nicht. Ne, das wäre richtig creepy. Genau, also Kirchensteuern nur die, die Einkommenssteuer sowieso zahlen. Also ich denke mal dann auch, dass Menschen die Leistungen vom Staat erhalten, also Grundsicherung. Die Menschen zahlen dann ja auch keine Kirchensteuer. Du zahlst nur Kirchensteuer, wenn du Mitglied bist, also nicht ausgetreten bist. Da kommt vielleicht auch so bisschen die Frage her.

Elske: oder der die Ehepartnerin Mitglied ist. Wenn man steuerlich gemeinsam veranlagt, dann wird auch der zur Kirchensteuer herangezogen, der nicht Mitglied in der Kirche ist.

Jule: Mhm. Ach, das wusste ich zum Beispiel nicht. Aber ich kenn mich auch nicht so aus mit Hochzeit.

Elske: Es sei denn, man kann natürlich dann eine anderen Religionsgemeinschaft anhören, dann wird man bei gemeinsamer Veranlagung nicht auch versteuert. Oder zu irgendeiner Gesellschaft. Also ich weiß so einen Fall, ist die eine Person in der evangelischen Kirche und der Mann dazu, der war nicht in der Kirche, dann wollten die gemeinschaftlich veranlagen und dann ist er in die humanistische Gesellschaft eingetreten, halt seinen Anteil sozusagen dahin zu zahlen und nicht an die evangelische Kirche.

Jule: Mhm. Nicht mehr. okay. Ja, also wie gesagt, Menschen nur, die sowieso Einkommenssteuer zahlen und nicht so ein geringes Einkommen haben, dass sie halt auch kirchensteuerpflichtig sind. Das wissen ja auch sehr wenige Menschen nur. Also, wird ja auch immer davon ausgegangen, wenn ich jetzt einen Minijob habe, muss ich sofort Kirchensteuer zahlen, das stimmt ja so auch nicht. gibt ja viele Mythen über Kirchensteuer und leider auch immer so zum Nachteil. Also ich kann dieses Kirchensteuer-Bashing auf eine Art nachvollziehen, dass Leute sich darüber aufregen, dass das automatisch abgezogen wird, dass das so hoch ist und was die Kirche mit dem Geld macht. Aber es herrscht auch viel Unwissenheit über Kirchensteuer oder halt so falsche gefühlte Fakten.

Elske: ist. Ja. Ja, und auch irgendwie finde ich manche Annahmen auch schräg, irgendwie als würde Kirche von Kirchensteuern sich irgendwie, ja so wie Trebaz von Elz ein goldenes Klo in seine Bischofssitz da rein knallen. Das ist ja nicht Standard, sondern aus Kirchensteuer wird Jugendarbeit bezahlt, werden Gottesdienste bezahlt, werden auch Personalkosten von bezahlt, wird ganz viel Diakonie von bezahlt.

Jule: Ich würde sagen, das goldene Bart. Mhm.

Elske: Das geht erstmal in gute Sachen. Jetzt kann man natürlich sagen, ich finde Kirche an sich kacke und möchte das nicht bezahlen. Ja, dann lass es. So. Und man muss auf der anderen Seite auch sagen, Kirche profitiert auch sehr stark natürlich durch staatliche, was heißt natürlich? Das hört sich an, als wäre es Naturgesetz. Also natürlich nicht. Kirche profitiert sehr stark von staatlichen Förderungen, weil Staat überhaupt oder unser Staat gar nicht dazu in der Lage ist, all seine zu leistenden Dinge leisten zu können und sich sozusagen zum Beispiel Kirche und das ist einfach immer noch einer der größten Träger Vereine bei uns in Deutschland heranzieht, um halt eigene staatliche Aufgaben zu übernehmen, die der Staat sonst selber übernehmen müsste und es sich tut. Also sei es der Bereich Kita, sei es Jugendarbeit, alles was SGB 8 betrifft, also alles aus dem Bereich Jugendhilfe, was auch von anderen außer staatlichen Einrichtungen

Jule: Get on!

Elske: geleistet wird, muss halt entsprechend finanziert werden und dafür ist der Staat einfach zuständig und da kann man sich drüber beschweren. Das kann man kacke finden, aber eigentlich muss man sich mal überlegen, wenn es jetzt bei uns allein im Kirchenkreis diese 29 kirchlichen Kindertageseinrichtungen nicht gäbe, dann hätte man ein ganz schön großes Problem. Also jeder der hier irgendwie Kirchensteuer oder Zahlungen von Staat an Kirche scheiße findet, sollte sich mal überlegen, was passiert, wenn Kirche nicht mehr da ist. So kacke sie an vielen Stellen auch sein mag.

Jule: T-Tas. Das ist auch immer mein Argument, wenn Menschen... Das ist jetzt nicht mehr häufig so, aber ich würde mal sagen vor fünf Jahren... als mein gesamter Freundeskreis dann an dem Punkt war, Studium ist zu Ende und man verdient das erste richtige Geld nach der Ausbildung, sich dann den Einkommenssteuerbescheid anguckt und sich denkt, Sophie Kirchensteuer, warum ist das so viel und was bezahle ich damit und Jule, was meinst du denn jetzt eigentlich, soll ich aus der Kirche austreten? Und dann sag ich auch mal, nee, wenn du Bock drauf hast, so einen gemeinsamen Sinn zu unterstützen, Es geht nicht nur das Orgelkonzert am Samstagabend, sondern es geht auch ⁓ Kitas, geht Altenheime, geht Beratungsstellen, geht obdachlose Geflüchtete. Und nicht nur deine eigene Beerdigung oder Hochzeit am Ende. Das ist schon groß gedacht und es ist auch richtig und wichtig, dass es da ist. Und das hat auch bei vielen nochmal zum Nachdenken angeregt zu sagen, ne, dann bleib ich doch in der Kirche.

Elske: Find ich voll gut, dass du das machst. Ich werd das auch, oder wurde das eine Zeit lang auch in dieser Phase, regelmäßig von Leuten gefragt, sag du mir mal, warum ich in der Kirche bleiben soll. Ich denk mir so, nein, mach ich nicht. Wenn du dir diese Frage nicht selber beantworten kannst, ist das dein Problem. Wenn du nicht dazu der Lage bist, zu überblicken ... Sorry, das erwarte ich nicht von jedem Menschen, aber erwachsene Leute, die ihr Geld für Koks und Nutten ausgeben können, können sich auch mal überlegen ...

Jule: Ja.

Elske: ob sie in einer Gemeinschaft bleiben wollen oder nicht. Oder was diese Gemeinschaft tut für die Gesellschaft, was vielleicht auch gut ist. Aber da bin ich doch nicht diejenige, die hier messiasmäßig den Leuten sagen muss, warum sie ihre Kirchensteuer zahlen sollen. weißt was ich meine? Irgendwann hab ich dann gesagt, nee, überleg selber. Ich gar ... Ich streite jetzt nicht mit dir darum, dass du in der Kirche bleiben sollst. Hau ab! So.

Jule: Mhm. Ja. Ja. Ja, habe am Anfang auch mal, ja, davon wird ja auch das Gebäude vor Ort und das Personal. Und dann denke ich so, das ist so abstrakt, das überzeugt jetzt auch keine einzelne Person. Und dann zu sagen, ich kann schon verstehen, dass du aktuell überhaupt, also du als Individuum in deinen Mittzwanzigern, Anfang Dreißigern nicht von Kirche profitierst, muss ich für mich ja auch sagen, ich selber nehme an Angeboten meiner Kirchengemeinde nicht teil. Hab ich, glaube ich, hier auch schon ein, zwei Mal gesagt.

Elske: Nja, ja, ja, ja. Nein! Nein. Ja. Aber das heißt noch lange nicht, dass du nicht von den Angeboten profitierst, nur weil du nicht in persona daran teilnimmst.

Jule: Genau. So. Genau. Und das ist halt das Ding. Weil ich genau weiß, es hoffentlich mal nicht so sein sollte, ich selbst bin ja jetzt auch unter Notfallseelsorge und ich weiß, irgendwas passiert und die Notfallseelsorge kommt, dann weiß ich, sowas ist zum Beispiel auch finanziert aus Kirchensteuermitteln und dann kommt es mir ja irgendwie auch zu Bute, aber meist halt erst dann, wenn andere Systeme das nicht abdecken.

Elske: Richtig. Stell dir vor, das wäre nicht so. Dann ist was Schlimmes passiert. Und meinetwegen kommt die Feuerwehr. Und dann sitzt du zu Hause und dein ... Weiß ich nicht. Deine Oma ist gestorben und musste vom Baum gerettet werden von der Feuerwehr. Und die Feuerwehr haut hinterher wieder ab. Und dann stehst du da. Und dein Leben ist ... fühlt sich zerrüttet an. Und es ist niemand da. Und dann kommt nämlich die Jule mit ihrem Notfallseelsorgerucksack und ist für dich da.

Jule: Ja.

Elske: Und das wird zum Beispiel auch aus Kirchensteinen finanziert. Das ist so wichtig als soziale Hilfe. Oder überlege mal, wenn Leute bedürftig auch sind. Es ist natürlich schlimm, dass wir so einen Bedarf haben, dass es überhaupt notwendig ist, dass es ein Tafelwesen in Deutschland gibt. Das finde ich grundsätzlich schon einfach eine absolute Unverschämtheit, dass es notwendig ist, dass es eine Tafel gibt. Aber stelle dir mal vor, es gäbe sie nicht. Und überlege mal, wofür die sich darum kümmert. Das ist häufig die katholische und die evangelische Kirche, die sich das Tafelwesen kümmert.

Jule: Ja. Mhm.

Elske: wo Leute ehren- hauptamtlich arbeiten. Und auch das wird aus Kirchensteuern finanziert. Oder Obdachlosenhilfe, Arbeitslosen- und Sozialberatung, kostenlose Beratungsangebote für Menschen, kostenlose. Nicht bei irgendeinem Dude, der sagt, ich bin code, ich helfe dir mit deinem Leben und dir knüpft dir 2000 Euro ab, sondern stiefel mal zu deinem diakonischen Werk, da gibt es Lebens-, Sozial- und Familienberatung und zwar kostenlos. Und auch das wird finanziert aus Kirchensteuermitteln und auch aus den ...

Jule: Ja.

Elske: den Mitteln, die der Staat Kirche zur Verfügung stellt oder Schuldnerberatung oder was weiß ich. Ich merke, also ich werde richtig wütend, wenn Leute immer da so rüber rumbäschen. Aber trotzdem ist es okay, keine Kirchensteuer zu bezahlen. Das möchte ich noch mal ganz on top setzen, mal zur Frage zurückzukommen. Natürlich darfst an Angeboten teilnehmen, wenn du keine Kirchensteuer bezahlst.

Jule: Ja. Genau, deswegen war ja unsere Antwort auch so, ja, mach halt. ja. So, Gottesdienste sind grundsätzlich für alle immer offen. Und es hält mich ja auch niemand davon ab, dass ich jetzt einfach zu einem Gottesdienst in eine Nachbarkirchengemeinde gehe, obwohl ich zu einer anderen Kirchengemeinde gehöre.

Elske: Niemand fragt dich nach einem Mitgliedsausweis.

Jule: Ich kann einfach dahin kommen, zuhören, mitsingen, mitbeten. Auf gar keinen Fall darf ich mich auf einen Platz der Gemeinde Ältesten setzen, die schon immer da sitzt. Und ich kann als Gast einfach da sein. Und das darf jede Person. Und das ist ja auch an Weihnachten. Da kommen ja auch Menschen, die nur einmal im Jahr kommen oder nur in jedem Schaltjahr.

Elske: Das darf aber niemand.

Jule: Man freut sich doch auch als Mensch, der Gottesdienst leitet über jede Person, da ist.

Elske: Naja, und auch grundsätzlich ist es so bei allen Angeboten, die Kirche macht. Also jetzt, wenn ich an meine Arbeit zum Beispiel denke, wir machen hier ja Ferienangebote für Kinder. Also derzeit im Moment zum Beispiel, jetzt in den Osterferien auch. Da ist ja keine Kirchenmitgliedschaft bei der Familie vorausgesetzt, weil deren Kinder mitfahren. Was bei manchen so ist, das ist bei uns anders, ist, dass Kirchenmitglieder halt nochmal besonders bezuschusst werden, weil einfach

Jule: Stimmt.

Elske: da sozusagen extra Topf für da ist. Das ist bei uns jetzt in unserem Kirchenkreis anders. Ich gehe mit Geld ein bisschen anders hier. Oder mit der Finanzierung von solchen Maßnahmen. Aber grundsätzlich dürfen sich ja alle anmelden, wenn sie halt sagen, ich will mitmachen. dazu gehört natürlich auch, sich an bestimmte, ich sag jetzt mal, Regeln zu halten, bestimmte Werte mitzutragen. Oder auch, dass wir halt Andachten feiern. Das ist nun mal so. Und das müssen halt feiern auch alle mit so. Wobei das nicht jetzt hier Nürnberger Trichter ist und wir den Leuten das Bibelwissen in den Schädel reinballern, sondern da geht es ja vor allem Lebens- und Alltagsfragen. Sodass ich glaube, dass man da auch mit niemandem irgendwie mit wehtut, solchen, der Ritualen teilzunehmen. Und auch da, wie gesagt, können die Kinder sich ja einfach, oder die Eltern und ihre Kinder ja einfach anmelden, ohne dass wir Fragen oder eine Rückfrage stellen. Und es geht ja sogar noch weiter. Ich hab immer wieder Familien dabei, die sich die Freizeit eigentlich nicht leisten können. Und ich sage immer, mir ist es so, man darf keinen Bock haben und man darf auch keine Zeit haben, uns mitzufahren. Aber ich habe kein Geld, ist kein Argument, nicht mitzufahren. Wenn du also mitfahren möchtest und hast keine Kohle, dann brauch ich irgendein Zeichen von dir, ich krieg das Geld schon irgendwo her. Denn das Geld ist da, es ist nur woanders und wir werden es schon finden.

Jule: Das steht bei uns auch immer drauf. Ja.

Elske: Da bin ich ja wie so ein Trüffelschwein.

Jule: Ich sage auch immer, ich bin der Schreck aller Diakoniekassen, wenn es um genau solche Thematiken geht, dass wenn Menschen irgendwie Bedarf haben, finanzielle Unterstützung, dann bei uns steht das auch überall drauf. Finanzielle Geschichte sollte kein Ausschusskriterium sein. Es steht überall drunter, wir finden eine Lösung und ich finde halt auch immer eine Lösung und dann gehe ich halt los und dann frage ich die Diakoniekasse an. Gucke ich, du wohnst da,

Elske: Ja!

Jule: Frage ich, kann ich Unterstützung haben und bei vielen ist das kein Problem, aber es gibt halt auch Kirchengemeinden, wo dann gesagt wird, also erstmal zu checken, wer ist die Person, wohnt die überhaupt bei uns und ist die Kirchenmitglied und dann denke ich halt auch so, also jetzt wieder Beispiel Notfallseelsorge, da frage ich doch auch nicht, Entschuldigung, kann ich mal bitte den Kirchenmitgliedsausweis sehen? ⁓ ja, nee.

Elske: Ja, er kriegt, kriegt Fußpilz, wenn ich das höre. Doch zeigen Sie mir bitte eben Ihre letzte Lohnsteuerabrechnung.

Jule: Und dann denke ich so, an irgendeiner Stelle reden wir anderen da vorbei. Und dann sage ich auch, ich habe das schon mal gemacht, dann habe ich gesagt, wenn die Diakonikasse das hier sieht, dann frage ich dann bei der Nachbarkirchengemeinde und sage dann auch so, die anderen wollten das nicht bezahlen.

Elske: Ja, es ist so. Ich finde, ich weiß gar nicht, Leute, vielleicht wisst ihr das besser als wir, aber Diakonimittel, die sind doch, das ist doch das niederschwelligste, also sie könnten nur noch niedrigschwelliger sein, wenn ich die Kohle einfach auf den Tritt vorm Gemeindehaus lege. Dann wäre es noch niedrigschwelliger. Aber ansonsten geht es doch nicht darum, eben zu sagen, wer ich bin oder warum ich nichts habe oder wofür ich es ausgeben möchte, sondern ich kann doch einfach hingehen und sagen, ich habe Bedarf und Bitte, ich brauche ein bisschen Geld. Dabei geht es nicht darum, dass man den Leuten 10.000 Euro aus der Diakonie-Kasse leihen will. Da geht es meinetwegen um 10er, 20, 50 Euro oder meinetwegen auch 200 Euro, wenn ich dafür eine Freizeit anfrage. Aber die Diakonie-Kasten sind so voll. Hab ich die Verteilung von Diakoniemitteln falsch verstanden? Also, ich weiß es nicht.

Jule: Schnelle und bürokratische.

Elske: Bei uns ist jedes Mal Thema, jedes Mal. Wer ist denn das? Kommen die wirklich auf unsere Gemeinde? Ach, haben die nicht letztes Jahr schon was gekriegt? Und ich denk mir so, ey, Freunde, ich kann das nicht. Also wirklich.

Jule: Ja. Ja und... Gleichzeitig auch meine Erfolgsgeschichte, in Anführungsstrichen, die ich so am Rande mitbekommen habe, in einer Kirchengemeinde in der Umgebung war es so, dass dort eine, ich meine, war sogar alleinerziehende Mutter, im Studium der Medizin, also oder medizinische Fachrichtung, aber studiert, kann nebenbei nicht arbeiten, alleinerziehend und hat dann halt immer mal Engpässe gehabt und dann kommt die nächste Heizkostenrechnung und das nächste und das nächste.

Elske: Mhm. Hmm. Hmm. Hmm.

Jule: Und es war aber klar, wenn wir es jetzt schaffen als Kirchengemeinde diese Person zu unterstützen und sie nicht in die Notwendigkeit zu bringen, arbeiten zu gehen und das Studium hinzuschmeißen, sondern wenn sie dann wirklich als Medizinerin arbeiten gehen kann, dann wird sie voraussichtlich aus dieser Bedürftigkeit für eine sehr lange Zeit, also die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sie dann mit einem... Genau und dann war halt auch die Frage, okay...

Elske: ordentlich Geld verdient.

Jule: Wir müssen das jetzt noch überbrücken, aber wir können als Kirchengemeinde das auch nicht mehr alleine leisten und welche Kirchengemeinde kann. Und da war das halt echt so ein Ding. Wie kriegen wir jetzt diese Frau, die dann wahrscheinlich nie wieder in eine Bedürftigkeit rutscht, hoffentlich, wie kriegen wir das jetzt hin? Und dann, dass es da wirklich Kirchengemeinden gab, die dann gesagt haben, ja, nee, also es ist ja nicht unser Gemeindeglied und nee. Das fand ich schon irgendwie auch bitter.

Elske: Hmm. durch diese Zeit. Hm. Ja, also ich weiß auch nicht, ich denke dann immer so, ich weiß ja nicht, ich muss los. Ich träume ja von einer Welt, in der meine Freizeiten pauschal für null Euro angeboten werden. Ja, ich war ja schon mal auf dem Weg dahin, hab dann ja gleich mal wieder einen schlachen Nacken dafür gekriegt. Das bin ich ja schon gewohnt, ich mach mir da ja nichts mehr draus. Ist mir ja egal. Dieser Satz, überlegen Sie sich, mit wem Sie sich verscherzen, der perlt mittlerweile an mir ab.

Jule: einfach alle mitfahren. Ja.

Elske: Und das ist ja eigentlich meine große Vision, dass Menschen von uns profitieren können, natürlich sich anmelden müssen, ihre Kinder anmelden müssen und sich entscheiden müssen mitzufahren. Aber dass es eben nicht so ist, dass man nochmal extra dafür bezahlen muss, sondern dass es einfach ein geben können ist und kein geben müssen. Das ist so mein Big Dream und ich hoffe, dass es irgendwann so sein kann.

Jule: Mhm. dass das Prinzip von Solidarität einfach nochmal auf ein ganz anderes Level gehoben wird.

Elske: Was? Next Level Solidarität. Ja, also es ist ja einfach so, wenn du dir überlegst, wir in Gebäude reinstecken bei uns in der Kirsche, wie viel Geld wir da reinstecken, was wir alles für richtige, tolle Arbeit machen könnten, wenn wir nicht ständig für was weiß ich, wie viele Millionen Euro irgendwelche Orgeln und Gebäude sanieren würden. So, sondern einfach eine große, große Osterfeuerparty. Und dann mal das Geld für andere. Dinge ausgeben, nämlich für den Dienst am Menschen. Das ist vielleicht auch, liegt auch an mir, dass ich das wichtig finde. Ich bin ja Diakonen. Mein Lohn ist es, dem Menschen zu dienen. Das lebe ich manchmal auch aus. Aber von daher, feel free, komm zu all unseren Angeboten und vielleicht, selbst wenn du kein Mitglied bist und keine Steuern zahlst und das Gefühl hast, okay, ich nutze hier regelmäßig irgendwelche Angebote. Du kannst auch immer Geld spenden. Als einmalige Spende hau raus, so wenn du sagst, du hast gerade

Jule: Mhm.

Elske: was über oder du willst was geben, es ist dir das wert, kannst du auch immer einfach so was spenden.

Jule: Und dann trickt danach das ganze von der Steuer ab. Geht das? Doch, bestimmt. Okay, Lifehack. Lifehack Kirchensteuer. Ich weiß nicht, was passiert. Wenn das alle so machen, dann könnte wahrscheinlich das ganze System zusammenbrechen. Wär mal spannend.

Elske: Genau. Ja, Kriegst bei uns auch eine Spendenquittung. Ich weiß gar nicht, ob freiwillige Spenden nicht ... Irgendwann sagt einer, guck mal, ich hab jetzt halt nicht die ... Ich kann ganz ehrlich, ich hab kein Gefühl dafür, wie viel oder wie wenig meine Kirchensteuer ist. Aber dann sagt man halt, oh, guck mal, ich hab jetzt hier 10.000 Euro, Mensch, ich hab die letzten, was weiß wie Jahre Kirche genutzt, dann spende ich doch mal diese 10.000 Euro an die Kirche. Oder wie viel Erbschaften die Kirche kriegt. An Geld wird's nicht mangelnd. Ganz ehrlich nicht.

Jule: Ne ne, diese ganzen Liegenschaften, Ach, Geschichten sind ja auch immer dauerhaft. Naja, wir gehen schon wieder viel zu... Lüge, Lüge, Lüge.

Elske: Ja, diese Mehr von Wir haben keine Kohle. Also das ist ja eine, das ist ja eine, ist ja eine biblische Geschichte. Eine biblische Geschichte. Nicht mal. Das ist echt. Na ja, ja, komm vorbei. Mach mit. Spendegeld. Den Spenden-Link findest du in der Caption nicht.

Jule: In alle Gottesdienste. Gut, dann schlage ich vor, wir kommen zu einer Rubrik, die wir schon ganz lange nicht mehr hatten.

Elske: Yay! Und wir freuen uns, dass endlich mal wieder was kam!

Jule: Ja, ich wollte gerade sagen Trailer ab, aber einen Trailer gibt es dazu nicht. Aber immerhin eine kleine Musik. Wir haben etwas nachgeflüstertes. Zum Glück wurde mal nachgeflüstert, denn wir waren selber in der Folge ja auch irgendwie so bisschen verwirrt mit uns selbst. Genau, es geht nämlich ⁓ die Folge, wir über Aberglaube gesprochen haben. Jetzt, wo wir gerade frisch wieder aus dem nächsten Freitag, den 13. kommen, ist das eine gute Sache.

Elske: Sehr schön. Lost Ja.

Jule: Und nachgeflüstert haben wir folgenden Kommentar bekommen. Ist nicht jede Religion eine Form von Aberglaube? Es geht doch immer was nicht reales. Aber was ist real?

Elske: Ja, das ist ja eine philosophische Frage, sag ich jetzt mal, so wie alles. Das kann man sowohl auf Religion beziehen, als auch, wo ich mir diese Frage immer stelle, auf Mathematik. Philosophische Fragen nach Realität. Also man setzt eine Grundlage, man stellt Grundannahmen.

Jule: Total, Mhm.

Elske: Ohne Beweise. Das macht die Mathematik auch. Axiome.

Jule: 1 und 1 ist 2.

Elske: dass es die Eins als eine Festlegung gibt. Alleine die Festlegung des Wertes Eins. Das ist so. Und das ist, also, genau. Das ist, also, eine philosophische Frage, ist nicht jeder Glaube Aberglaube? Da könnte man natürlich, also, könnte man als Skeptiker eben genauso antworten. Alles ist Aberglaube. Was nicht Rationalität ist, sag ich jetzt einfach mal. Was nicht beweisbar oder rational ist. Das würden skeptische Menschen sagen können.

Jule: Genau. Ja. Danke Genau, naturwissenschaftlich nachzuweisen.

Elske: Ist so. Aber so einfach ist die Perspektive nicht, sondern es ist ja eher so, dass aus der religiösen Perspektive, ich sage, dass Religion Offenbarung und spirituelle Wahrheit ist. So, und eben nicht ein organisierter Aberglaube.

Jule: Genau, und das war ja mein Take beim letzten Mal, zu sagen, was Religion von Aberglaube unterscheidet, ist, dass Religion immer diese Mehrheits- und Machtposition hat. Dass das das vom Aberglauben unterscheidet. Und für mich ist Aberglaube, wenn man es mal wirklich abgrenzend voneinander betrachtet, immer so eine Vorstellung,

Elske: Ja.

Jule: Jetzt würde ich sagen, ja, ohne Beleg. Ist ja Religion. Also wer hat mir jemals Gott belegt? Blam. Aber es sind immer einzelne Geschichten. Freitag der 13. Schwarzekatze. Es ist nie in einem systemischen Zusammenhang. Es ist nicht organisiert, es ist nicht strukturiert.

Elske: Ich wollte gerade sagen, genau, es hat Religion ist eine umfassende Lebensdeutung.

Jule: Ja, genau. das ist bei AWA, ich, da geht es nur ⁓ Freitag, dieser eine Tag, da geht es ja nicht ⁓ den gesamten Komplex Leben, Sinnfragen und so.

Elske: Genau, man könnte das durchaus. Du könntest den ... der Aberglaube-Freitag, der 13. ist ein schlechter Tag oder schwarze Katze von rechts bringt stets schlecht. Könntest du durchaus in eine Religion einbinden, wenn du sozusagen all diese Momentaufnahmen, die einen Schaden bringen, in einen größeren Zusammenhang einer göttlichen Macht stellst. und sagst, wir tun dies und das und jenes in der Hoffnung, verhindern zu können, oder was weiß ich, Ahnung, dann kann man das durchaus ... Genau, dann könnte man das durchaus zu einer Religion machen. Wäre ... mal eine Möglichkeit. Und das ist ja auch durchaus so, dass es auch im Christlichen immer wieder ... Menschen gab, die auch so ... oder Menschen gibt, die wahrscheinlich immer noch die Aberglauben verfolgen.

Jule: Aber der größere Zusammenhang fehlt.

Elske: Das steht total nebeneinander. Ich kann christlich sein, trotzdem abergläubisch. Bin ich jetzt persönlich nicht, aber gibt es auch. Was auch noch so ein Unterschied ist, was auch damit zusammenhängt, dass es diese einzelnen Momentaufnahmen sind, von denen du auch eben sprachst, Jule, ist, dass Aberglauben keine gemeinsame Ethik hat. Religion hat ein moralisches System.

Jule: Mhm. Ja? Mhm. Ja.

Elske: Also als Ganzes halt. Wir sehen unser Handeln in der Welt ganzheitlich. Wir sehen Auswirkungen, die wir selber bekommen, aber auch was wir selber tun, Auswirkungen auf die Welt zu haben. es gibt, eine Haltungsfrage, sind moralische und ethische Fragen. Und Aberglaube hat das einfach nicht nötig. Also das ist vielleicht gar nicht als eine Wertung, als ein Mangel zu betrachten.

Jule: Mhm.

Elske: sondern das brauchst du einfach nicht, weil aber glaube, kannst du das immer machen, dass es von irgendeinem System abhängt.

Jule: Ohne Zusammenhang.

Elske: Und was auch damit noch wieder zusammenhängt, was auch alles eigentlich in die gleiche Schublade sozusagen passt, dass eine religiöse Gemeinschaft, dieses Gemeinschaftsding, auch eine soziale Institution Komponente ist. Also es ist ein großer Zusammenschluss. Das ist auch das, was du sagtest zum Thema Mehrheit. Viele Menschen glauben das. Ja, viele Menschen glauben auch an Freitag den 13. Aber sie würden nicht sagen, wir gehören alle zur Glaubensgemeinschaft der Freitag des 13.

Jule: Mehr halt.

Elske: Also es ist was Individuelles.

Jule: Ja, es gibt dann ja auch immer so diese Überschneidungen im Sinne von ganz plakatives Beispiel Engel, noch ein bisschen spezifischer Schutzengel. Der Engel ist ja nun wirklich eine Symbolik aus religiösen Bezügen.

Elske: Hm? Ja. Ja, ja.

Jule: würde ich jetzt mal behaupten, ohne Engel studiert zu haben. Aber trotzdem dieses Glücksbringer. Schutzengelartige. Also ich kenne fast keine Person, die zum Führerschein nicht irgendeine Form von Schutzengel... Schutzengel, genau, es gab sogar eine Schutzengelkarte. Genau, so. Und das ist ja auch eine magische Vorstellung.

Elske: habe Englisch studiert. Diese Karte! Die Schutzengelkarte. Oder der Schutzengel, der an den Rückspiegel gehängt wird.

Jule: ohne Beleg. sind bestimmt auch schon viele Unfälle in Autos passiert, obwohl ein Schutzengel im Auto ging und die Schutzengelkarte im Portemonnaie war.

Elske: Das möchte ich erstmal von dir wissenschaftlich... Deinen Beleg möchte ich erstmal... Den musst du erstmal erbringen, Jule.

Jule: Ein Schutzengel ist sehr real, ist Schutzengel nicht real. Deswegen hoffen wir, dass wir so noch mal bisschen tiefer reingehen konnten in diese Abgrenzung.

Elske: Ja, also wie gesagt, aus skeptischer Sicht muss ich einfach recht geben, philosophisch betrachtet, als philosophische Frage für einen Skeptiker, natürlich ist jede Religion Aberglaube. So.

Jule: Ja. Ja, genau, das ist ja so dieser zweite Teil der Frage. Es geht immer etwas nicht Reales und da fängt ja Religion dann schon an und da kommen wir dann auch nicht gegen an. Da hilft kein Argument. Guti!

Elske: Ja, genau. Nein. So, in diesem Sinne, ab durch die Rinne. Weiter geht's. Ich bin eben nur mit Saubsprüchen dran.

Jule: Weiter geht's! So, machen wir mit der Empfehlung der Woche weiter oder wollen wir einsortieren?

Elske: Wir machen Empfehlung der Woche.

Jule: Okay, ich habe eine Empfehlung. Ja, mach du. Ja, ich habe eine. Ich kann sonst auch mal... Ich habe eine schnelle Empfehlung für alle AllergikerInnen da draußen. Auch wenn es ein bisschen... ein bisschen... ein bisschen ekelhaft ist. Nee, es wird schlimmer. Ja, bestimmt, bestimmt, bestimmt. Ich empfehle eine Nasen-Dusche. Das ist ja das Sch... Ich... Also ich habe...

Elske: Meine Empfehlung... Steh Nase! Ich glaube, Ich wusste das, du sagst.

Jule: einen Großteil meines Lebens ohne Nasendusche verbracht, nämlich genau ein, also jetzt mein Alter minus ein Jahr. Seit dem Jahr besitze ich eine Nasendusche und das ist halt echt ein Gamechanger. Ich dachte, das hilft mir. Ich habe das auch gehabt, weil das, also dann begreift man ja erst mal wieder diese ganzen Nasen, Neben, Höhen, Mund, Auge, Zusammenhänge.

Elske: Ich hab so Angst davor. Ich hab immer dass ich ertrinke, wenn ich das mache.

Jule: Ja, aber man macht das mit Mund auf.

Elske: Ist schon klar. Aber dass das einfach in meine Luftröhre reinläuft. Weil ich's in die Nase kippe.

Jule: Es ist auch so ekelig. ich habe am Anfang auch gedacht, das hilft mir, wenn ich Nasennebenhöhen verstopfe und schnupfe. Aber aktuell hilft es mir auch sehr gut, meine Pollen- und Allergiezeit durchzukommen. ich abends, dadurch dass die Nasen, es ist gerade bei mir auch frei, dann lasse ich das einmal durchlaufen, einmal rechts, einmal links.

Elske: Hm.

Jule: und dann ist schon mal wieder ein bisschen Polle rausgewaschen. Deswegen empfehle ich das.

Elske: Und machst du mit Spüli oder Kochsalzlösung?

Jule: Ich mache das...

Elske: Nein, nicht ins Spüli bitte Leute, niemand jetzt mit Spüli Nasendusche machen. Die alte Frau hat wieder ein Scherz gemacht.

Jule: Bitte lassen Sie das. Ich mache im Moment, also für so dieses tägliche am Arm mache ich nur ein bisschen Salz. Also nicht diese Dosierung, ich sonst bei Schnupfen nehme, weil das dann ja auch entzündungshemmt und schmerzlindernd und so wirkt. Und ich dann so denke, naja, ich muss ja nicht, also es ist ja nicht super angeschwollen, aber es ist ein bisschen gereizt. Und dann nehme ich jetzt einfach nur so ein halbes Paket davon für beide Nasenlöcher. Das reicht mir.

Elske: Mh. Mhm. Super,

Jule: Und ja.

Elske: das war der kurze Take von dir. Was passiert, wenn du einen langen Vorschlag hast? Meine Empfehlung ist ein Instagram-Kanal. Und zwar ... Sugarcane 2003. Religionswissenschaftlerin, Teil des JIT-Netzwerkes auch. Hab heute Morgen super Video von ihr gesehen und bin schon wieder sehr begeistert. Religionswissenschaftlerin ordnet Trash-TV und Religion und Evangelicales und alles Mögliche ein.

Jule: Ja!

Elske: Einfach ein Geschenk Gottes, möchte ich sagen.

Jule: Dann sliden wir weiter durch und kommen zu hier zu.

Elske: Ich finde auch lustig, dass wir das immer machen und so tun, würden wir gerade die Musik hören. Dabei hören wir sie überhaupt nicht. Ich habe was für dich beigebracht, mitgebracht zum Thema Maria, Jesus und Josef. Das war gerade eine ganz unangenehme Aufzählungsreihenfolge, die ich vorgenommen habe. Aber egal, du ordnest ein, und zwar Jesus ist natürlich der Messias und Heilsbringer. Maria ist einfach die Imbafrau, ohne die Leben nicht möglich wäre. Und Josef war auch dabei. Und zwar habe ich für dich zum Einsortieren aus der Oberkategorie Urlaub.

Jule: Ja?

Elske: Cluburlaub, also sowas mit 24 Stunden Buffet und immer lauwarmen Pommes, allinklusive. Strand oder Berge?

Jule: Und, ja. Aesu Ich rede jetzt aus einer Perspektive, die... und diese Perspektive kennt Cluburlaub, kennt aber keinen Berguerlaub. Und ich bin ja im Moment... also wie es so ist in einem...

Elske: Das machst du immer. ⁓ Mh!

Jule: In einem Leben mit einem Haus und einem Grundstück und Baustelle und Katzen. Ich komme aktuell wenig zum Urlaub machen und nehme mir auch wenig Zeit, auch wegzufahren. Und möchte daher folgende Ordnung vornehmen. Ich mache auf den Josef-March-Club-Urlaub. Das war auch mein... Ich weiß gar nicht, 2023 oder...

Elske: Mhm.

Jule: war ich das letzte Mal im Cluburlaub und das war wirklich so ein Ding von ich habe jetzt eine Woche Zeit und ich möchte mich ⁓ nichts kümmern. Und dann habe ich auf einer Plattform meines Vertrauens mit drei Buchstaben Tui habe ich eingegeben. Das ist mein Budget und ich möchte in die Sonne.

Elske: Das kann man machen. Okay.

Jule: Und dann haben die gesagt, dahin geht es. Es war alles inklusive. Und ich war in einem richtigen Entertainment-Bunker. Der Vorteil war, es war Nebensaison. Dieses Hotelareal hat einen eigenen Rutschenpark. Ich glaube, auch für Familien mit Kindern ein sehr beliebtes Reiseziel. Ich war in Griechenland. Ich habe gesagt, ich habe keinen Bock, erst mal quer über die Insel zu schippern mit irgendeinem Transferbus. Ich will nah am Flughafen sein. Ich möchte mich auf gar keinen Fall darum kümmern müssen, mir Essen zu überlegen. Ich will aufstehen und dann soll da Essen da sein. Und es gab eine schlimme halbe Stunde am Tag, in dem das kleine Restaurant noch nicht auf hatte und das Frühstücksbefehl schon abgeräumt war.

Elske: Ja. Mhm. Mhm.

Jule: Also von 10.30 Uhr bis 11 Uhr habe ich nichts zu essen bekommen.

Elske: Das ist heftig. Ich finde das nicht in Ordnung.

Jule: Ja, war mir aber egal, weil in dem Zeitraum habe ich natürlich immer beim Pilates am Pool gemacht. Weil sowas gibt es dann leider auch. Und dann gab es Bingo-Abend und dann...

Elske: Ich nicht an der Bar gesessen und gesoffen. Guckuck. Okay, und das ist dein Joseph etwas, von dem du so viel erzählen kannst?

Jule: Ja, weil jetzt kommen wir nämlich dazu, ich bin ja jetzt älter geworden und ich glaube, ich habe so einen Aktivurlaub in den Bergen. Ich glaube, kann was für mich sein. Ich finde Berge sowieso sehr mysteriös und einschüchternd. Merke, dass wenn ich vor meinem Strandurlaub komme, da kommen wir noch gleich zu, wenn man dann so durch Österreich fährt und dann denke ich so, eigentlich würde ich hier gerne mal anhalten und hier Urlaub machen.

Elske: sagen. Mhm.

Jule: weil ich das krass finde, aber nur wenn schönes Wetter ist. so Skiurlaub, abkrieg Ski und Berg runterfahren und so. Das möchte ich nicht. Soll auch Sonne sein. Deswegen ist das mein Maria, weil ich da so eine Sehnsucht habe, dass ich denke, mir könnte das gut taugen, aber absoluter Josef unangefochtenes Strandurlaub. Also da kann man... Ich liebe das Meer, ich liebe es zu schnorcheln, liebe es Boot zu fahren. ist das Allerschönste für mich. Darum liegen 35 Grad, Brutzel, Brutzel, mit Sonnenschutz und einem guten Buch. Ne, kein Sand, Kies. Also Sand darf dann bei diesem Strandurlaub nicht passieren.

Elske: Sand in der Kimme, toll.

Jule: Das ist schon mal bei 40 Grad heißen Sand gelaufen. dann nach dem Urlaub Sand überall. Nee, das mag ich schon. Das schon kies. dann, naja, Kroatien ist da. Der Place to go, den ich da sehr, sehr lieb habe. So, das ist bei mir, wie es bei dir. ⁓

Elske: Ich mache ja grundsätzlich nicht gerne Urlaub.

Jule: Ich hasse Urlaub.

Elske: Ich bin gern zu Hause. Ich find Strandurlaub super nervig. Ich hab bisher immer nur Wändern, so Strandurlaub oder so was in der Art gemacht. Aber ich finde, es ist immer zu heiß. Man hat immer irgendwelche Krümel irgendwo. Sand in der Regel find ich super anstrengend, nervt mich mega, alles klebt von Sonnenmilch. Und nee, also furchtbar. Aber noch furchtbarer finde ich so Cluburlaub oder so all inclusive oder Hotelurlaub würde ich es vielleicht einfach nennen. Wir mal so einen Hotelurlaub gemacht, das war nicht all inclusive, sondern nur mit, weiß nicht, Halbpension oder so gedünzt. Aber ganz im Ernst, da kriegst du Verstopfungen von denen, was da zu essen gibt. Kommt die Alte auch mal wieder in mir durch. Ich brauch ein ausgewogenes Frühstück, das geht einfach nicht, was es in so einem Cluburlaub für mich gibt. Das wäre Josef. Maria ist dann der Strandurlaub. Und ich habe genau, was du auch beschreibst, ich würde es aber einfach anders einordnen. Ich mach bei Jesus ...

Jule: Mhm.

Elske: den Berguerlaub, weil ich da wirklich richtig doll Sehnsucht nach habe. Nach Wald, Wandern, dann irgendwo auf so einer Hütte ein alkoholfreies Weizen trinken und Bratkartoffeln essen. Und es ist irgendwie ausgeglichenes Klima. Man läuft durch die Gegend, man denkt abends so, ich bin ganz kaputt und am nächsten Tag aber hat man Bock, noch woanders hinzuwandern oder bleibt einen Tag länger irgendwo.

Jule: Mhm. Bergpanorama genießen.

Elske: Da hab ich eine ganz große Sehnsucht nach so einem klaren Bergsee, wo gefühlt minus 17 Grad Wassertemperatur sind und man trotzdem schwimmen geht. So einfach, weil man das erreicht hat. Das ist für mich so richtig Sehnsuchtsgefühl. Das nie erlebt. Wir haben ja früher, es ist für mich gar nicht dramatisch oder traumatisch, wir haben halt nie Urlaub gemacht früher. Ich kenne das nicht, in Urlaub zu fahren. Und deswegen hab ich ein ambivalentes Urlaub.

Jule: Ja.

Elske: Verhältnis insgesamt, aber Träume von so einem badenden eiskalten Bergsee. Aber das Plan einer solchen Reise ist schon wieder so, dass ich das ... bin ich schon wieder raus. Ich brauch nur all-inclusive Bergtour. Bergclub sozusagen.

Jule: Ich würde gerade jetzt gekidnappen und dann eine Woche in so einem Bergchalet. Da heißen die Unterkünfte ja auch sogar Chalet.

Elske: Schalee, ja das könnte ich, Schalee könnte ich, also einfach wegen des Begriffs, ich könnte's. Ich wütze, also ich wäre dabei. Genau.

Jule: So. Ja. Ich hab keine Ahnung, was ein Chalet ist, aber ich träume davon, dass ich in nächsten fünf Jahren mal in so einem Chalet einkehre. Da wird eingekehrt. Da wird eine Brotzeit eingehauen. Gott, wir sind alte Frauen, ey.

Elske: Nein, Hütte, sagen andere. Natürlich, selbstverständlich. Jule, ich sag mal so zum Thema alt und wie man so ist. hab letzte Woche einen Barista-Kurs gemacht. Von daher, ist jetzt erreicht. Als nächstes kaufe ich meinen Airfryer. Von daher sind wir nicht mehr weit von entfernt. Den hast du schon.

Jule: dass ich einen habe ist klar. Okay Leute, moderiert das hier mal ab.

Elske: Das war Flüsterfragen, der Podcast für deine Glaubens- und Lebensfragen und Tipps zum Thema Airfryer Rezepte, die du dir nicht traust, lautzustellen. Das Beste bei uns ist, falsche Fragen gibt es nicht. Tante Fragen erreichen uns über telonym.me, slash floesterfragen oder als Direct Message bei Instagram. Schreibt mal ein paar Fragen rein, flüstert gerne nach. Wir freuen uns immer wieder über neue Komponenten, Diskussionen zum Thema Bibelglauben und ⁓ zu. Ich bin älter, mir gegenüber saß und sitzt die Liebe.

Jule: Julia!

Elske: Bis dann, tschüssi, ciao, Kakao. Baba.

Jule: Bis denn, tschüss!

Über diesen Podcast

Flüsterfragen - der Podcast für alle (Glaubens)Fragen, die du lieber leise stellst! Falsche Fragen gibt es bei uns nicht.
Dazu gibt es Interessantes, Spannendes und Überraschendes aus der Bibel und dem christlichen Glauben.

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von und mit Elske Gödeke und Jule Grote

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