Elske: Hallo und herzlich willkommen zu Flüsterfragen, der Podcast für deine Glaubensfragen, die du dich nicht traust, lautzustellen. Und das Beste bei uns ist, falsche Fragen gibt es nicht. Deine Fragen erreichen uns über telonym.me.fluesstafragen oder bei NGL oder bei Instagram in den Direct Messages. Wir werden den Link nochmal in unseren WhatsApp-Kanal auch einpflegen zu NGL oder Telonym. Da könnt ihr uns also auch nochmal direkt. über unseren WhatsApp-Channel folgen. Ich bin Elske und mir gegenüber sitzt die Liebe.
Jule: Jule. Hallo, hallo!
Elske: Heute altes neues Setting. Ich hab meinen ersten Tag wieder in das Büro.
Jule: Welcome back! Schön, dass du wieder da bist und schön, dass wir regelmäßig da sind. Und noch schöner, wenn ihr uns regelmäßig Fragen schickt. Denn auch heute haben wir wieder eine Frage von euch mitgebracht. Fangen die Folge aber wie üblich mit unserer von Telonym generierten Frage an und sie lautet heute, passend zu Elskis neum Look mit abgeschnittenen Haaren.
Elske: Ja, guess who? Yes!
Jule: Würdest du deine Haare pink färben?
Elske: Nee, hab da, also ich war gestern beim Friseur und ich erst überlegt, mach ich so was ganz Wildes und dann hab ich gedacht, meine Güte, irgendwie bin ich doch noch nicht in der Midlife-Crisis, weil ich dann gemerkt hab, ich möchte gar nichts Wildes. Also wenn man so, weißt du, wenn man dann so da sitzt und irgendwie denkt, komm jetzt mach ich, ich hatte ja kurz überlegt, wir hatten ja mal drüber gesprochen, Basscut und dann Blond oder so färben und dann hab ich da gesessen und hab gedacht, oh mein Gott, nein, ich bin einfach nicht in der Midlife-Crisis, ich mache das nicht jetzt. Ich glaube auch sonst färben, ich kriege ja schon hier, habe ja ordentlich Graue und ich habe ja früher wirklich Haare gefärbt, gefärbt, mit gefärbt, gefärbt meine ich schwarz, weh die Nacht und dieser Übergang wieder davon abzukommen von Farbe. Dafür habe ich nicht mehr genug Lebensenergie. genau, von daher nein. Und du?
Jule: Gosa Penne. Ich hatte tatsächlich schon mal pinke Haare. Ich würde sagen, das ist ungefähr... 12, 13, 14 Jahre her? Nee, 14 noch nicht. Aber 12 Jahre, 10 Jahre, das ist ungefähr so lange her. Das war auch die Zeit, der ich, das war keine Middelf-Crisis, das war einfach nur, ich gebe aber wirklich gar nichts auf meine Haare. Es ist entsprungen aus einem Haarfärbeunfall und da auch Färbenfärben, also eigentlich war es Bleichen. Ich hatte ganz lange Haare bis zum Popo.
Elske: Ja. Mhm.
Jule: Die habe ich versucht zu blondieren und dann habe ich da sehr viel bleiche Blondierung, Ammoniak und womit mein Haar halt sonst heller macht drauf gemacht und dann war das irgendwann, sah ich erst aus wie so ein Regenbogenfisch, Fifty Shades of Blonde.
Elske: Die steht so auf Plond und Regenbogenfisch. Ach, liebe Wirt.
Jule: Ja, und dann war das so strohig, dass ich mir wirklich, ich konnte mir einen Knoten in die Haare machen, also so einen drehen und dann Knoten und der ist einfach stehen geblieben. Und dann habe ich alles abgeschnitten, hatte dann so kindlange Haare und dann habe ich angefangen zu rasieren und habe dann erst so auf der einen Seite den Undercut gehabt. Da war jetzt gar auch nicht ganz unbeteiligt und dann
Elske: Ja, ich finde, wurde fest. Ich erinnere mich nur an die Undercut Session in der Küche, in der WG.
Jule: Ja. Ja, und dann die andere Seite und dann einmal rund herum. Und dann habe ich angefangen, das, oben noch an Haaren da war, blond zu färben. Und das Blond hatte wirklich viele Farben. Also es war pink, es war rot, es war blau. Auch wenn ich mir immer so ein Pastelblau gewünscht habe, es immer ein bisschen zu kräftig und vielleicht ein bisschen zu auffällig. Aber irgendwie war es auch cool. So ein ganz... Nee, aktuell nicht. Ich bin jetzt seit...
Elske: Aber pink jetzt nicht nochmal aktuell.
Jule: Ich würde jetzt sagen, anderthalb oder zwei Jahren habe ich keine Farbe mehr in den Haaren. Ist alles rausgewachsen und dann rausgeschnitten und ich bin voll fein damit. Würde jetzt jemand sagen, hier ist 500 Euro, mach dir dafür die Haare pink, dann würde ich es machen. So für 50 Euro würde ich mir nochmal überlegen. Nein, aber ich bin ja so ganz, ich habe dann sehr wenig Emotionen zu meinen Haaren, weil die sehr viel und sehr schnell wachsen. selbst wenn ich habe sie jetzt auch letztes Jahr abgeschnitten und jetzt möchte ich sie wieder ein bisschen länger haben. Und das dauert bei mir vielleicht ein halbes Jahr, dass sie wieder Kinnlänge haben. Und ja, mein Gott, jetzt klingelt das im Hintergrund, weil die Katze vor der Tür steht.
Elske: Ich wollte gerade sagen, das ist die Katzentür.
Jule: ...
Elske: Ja, möglicherweise. Juniskatzen sind so gut dressiert, dass sie einfach klingeln.
Jule: Ja, ich lasse die kurz rein, weil es fängt gleich sonst wieder an zu klingeln. Ne, nur eine. Die andere ist vor der anderen Tür. gar nicht mit einkalkuliert.
Elske: Es ist so,
Jule: Ja, also Thema Haare irgendwie bei mir sehr, sehr unemotional und von daher würde ich Pink für mein Leben nicht nochmal ausschließen, aber aktuell muss jetzt nicht. Schön.
Elske: Ab und müssen wir ja noch mal zu alten Sachen zurück.
Jule: Ja, ja und das Pink war tatsächlich auch so eine Karnevalsgeschichte, weil da waren wir Feen und Elfen und da hab ich gedacht, so leichtes Pink, rosa, passend. Genau. Jetzt geht's uns weitermachen mit unserer Flüsterfrage für diese Folge, die uns über Telonym erreicht hat, vor ungefähr drei Monaten und sie läutet heute so.
Elske: Ich
Jule: Krass ist das Spoiler, aber sie lautet heute so. Warum läuten im Gottesdienst der evangelischen Landeskirche während des Vater Unser die Glocken und werden danach wieder ausgestellt?
Elske: Ja, finde, wo ich die Frage gerade höre, frage ich, ist das nur in der evangelischen Landeskirche so? Also, was heißt Landeskirche? Das ist natürlich in Kirchengebäuden so, die Glocken haben, in evangelischen Kirchengebäuden die Glocken haben. Das unterscheidet ja schon mal Landeskirche von anderer Kirche durchaus. Aber ich frage mich, ist es bei den Katholiken nicht? Keine Ahnung.
Jule: wollte gerade sagen, hier sind wir wieder unvorbereitet und spontan. Das ist ja gehört zu unserem Konzept. Ich weiß es bei den katholischen Kirchen auch nicht, würde aber vermuten, ist sehr ähnlich.
Elske: Ja, okay. Wahrscheinlich schon. ja, sie läuten auf jeden Fall und unsere Küchenglocken läuten ja grundsätzlich auch regelmäßig, aber halt auch nicht ständig.
Jule: Ich muss auch sagen, wenn Kirchenglocken mal nicht läuten oder außer der Reihe läuten, das fällt auch Menschen auf.
Elske: voll. Und ich freue mich immer richtig, wenn ich so in der Stadt unterwegs bin und dann höre ich den Viertelstundenschlag von den verschiedenen Kirchen, weil das machen jetzt ziemlich alle Kirchen, die so in meinem Einzugsgebiet jedenfalls sind, dass sie die Stunden und Viertel und Halbstundenschläge sozusagen haben. Dann denke ich immer, ach ja, toll, danke, dreimal geläutet, jetzt weise ich erst das Viertel vor, was auch immer.
Jule: Mhm. Es ist so. Ich mag das auch voll gerne. Als Kind war das tatsächlich auch Orientierung für uns. Weil im Dorf, wo ich aufgewachsen bin, da war dann das 18 Uhr läuten, war ein bisschen ausgiebiger und dann war klar, jetzt ist 18 Uhr. Egal, wo wir im Dorf unterwegs waren, auch wenn wir im Wald waren, Bude gebaut haben, ob wir im Bach gespielt haben, egal, wenn es 18 Uhr geläutet hat, war klar, ⁓ es ist 18 Uhr, wir müssen jetzt nach Hause.
Elske: Keine Ahnung. Ja. Genau, das war bei mir zu Hause damals nicht. Wir wohnen ja so weit ab vom Schlag. Zu meinem Elternhaus gibt es nicht mal eine befestigte Straße. bitte dich. Also, im Sinne von getealter Straße oder gepflastert, gibt es halt da nicht. Von daher Kirche sehr weit weg. Aber es gibt ja in jeder Kirche so eine Leuteordnung oder Leuteordnung.
Jule: Keine eigene Glocke.
Elske: Jedenfalls eine Ordnung fürs Geläut. Und damit meine ich nicht, dass Geläut untenrum geläut in der Karsche. Dass die Kirchenglocken ja auch nicht ständig und andauernd und zu jeder Tages- Nachtzeit und ewig läuten dürfen, sondern das ist schon auch stark festgelegt und auch, wie du gerade schon sagst, auffällig und teilweise sogar ein klar, wenn sie außerhalb der Leutordnung oder der Gewohnheit läuten. Genau, gibt zum Beispiel, die Frage beantworten wir natürlich gleich auch noch, aber es gibt ja sowas auch wie so eine Totenglocke, also das Geläut zur Beerdigung, das ist ein besonderes Geläut, da sind dann bestimmte Glocken, läuten und es gibt halt den Stunden und Viertelstunden, Halbstundenschlag, es gibt das Gottesdienstgeläut, also das Geläut, was jetzt in der Regel 10 bis 15 Minuten bevor der Gottesdienst beginnt, anfängt zu läuten, damit die Leute merken, ach, Mensch, gerade wollte ich mir noch eine Stulle schmieren. Ich muss aber los auf zum Gottesdienst. Das schaffe ich noch. So dieses Geläut gibt es. Und es gibt auch so, ich sage mal so Notfall und Alarmgeläute. Die gibt es auch. Das ist, denke ich, zumindest noch aus Kriegszeiten. Wenn Fliegeralarm war, wurde das auch über die Kirchenglocken geläutet.
Jule: würde es jetzt auch mal im Bereich Katastrophenschutz mit einverorten.
Elske: Genau. Genau, und so gibt es halt auch das Geläut zum Vater Unser. Das ist so ein Standardgeläut während des Gottesdienstes oder während jedes Gottesdienstes, in dem das Vater Unser gesprochen wird.
Jule: Genau. Und vor allem in der evangelischen Kirche, wofür wir ja natürlich jetzt das sprechen können, ist es so, dass das Vaterunser mit den Glocken zusammen oder beziehungsweise die Glocken zum Vaterunser ertönen, damit eben alle, die nicht in der Kirche sein können, Bescheid wissen. Okay, es wurde das erste Mal zum Leuten, zum Gottesdienst habe ich die Glocken gehört und Jetzt wird Gottesdienst gefeiert und ich kann aber nicht da sein. Und wenn dann irgendwie eine dreiviertel Stunde später es wieder läutet, dann weiß man, jetzt ist das Vater unser. da so ein verbindender Charakter zu Hause dann auch die Möglichkeit, oder wo auch immer man ist, auf dem Feld, im Stall zu sagen, ich bete jetzt das Vater unser mit.
Elske: Es wäre Feld und so ein common Ort, in dem jetzt noch ganz viele Menschen sich heutzutage befinden. Ja, genau, es geht halt darum, einzustimmen in das Gebet, das uns alle miteinander verbindet. Und in dem Moment halt auch. Und das ist ja was. Was uns über Generationen und Zeit hinaus und Orte hinaus verbindet, einfach dieses Gebet. Und dann habe ich die Möglichkeit, wenn ich das höre, weiß ich jetzt zumindest diese drei Leute, die sich da gerade im Gottesdienst befinden, die sprechen das gerade. Und gesetztesfalls, dass es sich einen den original Standard 10 Uhr Gottesdontags Gottesdienst hat und sollte, kann man sogar davon ausgehen, dass ganz viele Menschen im zumindest deutschem Gebiet, ich weiß gar nicht wie das in anderen Ländern, wann da so Gottesdienstzeit ist. Aber in unserer Zeitzone, sage ich jetzt mal, dass dann zu einer ähnlichen Zeit ganz viele Menschen das Vaterunser beten werden. Also da geht es eine weltweite Zeit- und generationenübergreifende Verbindung. Deswegen wird da geläutet. Ich möchte eine lustige Geschichte zum Thema Glockengeläut zum Besten geben. Es begab sich aber zu einer Zeit, da ein Pastor in einer Kirchengemeinde tätig war und das Pfarrhaus neben der Kirche hatte und einen Antrag auf Mietminderung stellte, weil das Glockengeläut ihnen stören würde. Ja, dem wurde stattgegeben.
Jule: Nein. Wow!
Elske: gab eine Mietminderung wegen Glockengeläut. Also... Ja. Also... Ja.
Jule: So nach dem Motto, also ich kenne Mietminderungen, so wenn die Heizung ausfällt, wenn irgendwie unzumutbare Zustände, Baustellen, Lärm und solche Geschichten sind, aber Mietminderungen wegen Glockengeläut, diese Geschichte kannte ich tatsächlich noch nicht.
Elske: Ja, also ich kann es vielleicht sogar verstehen, aber ich finde irgendwie spannend, so das als Pfarrperson zu beantragen. Also wenn, weil
Jule: Ja, das wäre so, als würde man als Fahrperson an Heiligabend und Ostern sagen, ich muss Urlaub machen.
Elske: Genau, ich habe frei. ist so. Genau, also fand ich eine lustige, spannende Geschichte. Ja, Glockengeläut verbindet sehr viel Positives, finde ich persönlich ja jedenfalls. haben es ja eben schon gesagt mit dem Stunden- oder Viertelstundenschlag. Und ich mag Glocken, Kirchenglocken gerne hören, einfach, das ist, es ist.
Jule: Das ist wirklich... Ja, und ich finde auch, ist so wie so ein analoger Nachrichtendienst fürs Dorf, weil ich kenne es auch, wenn dann die Sterbeglocke oder es sind ja nicht immer die gleichen Glocken, aber es gibt verschiedene Glocken für verschiedene Anlässe. Und dann weiß man auch irgendwie, ⁓ heute wurde jemand ausgeläutet, jemand im Dorf ist verstorben. Also deswegen sage ich auf dem Feld und auf dem Stall.
Elske: Genau.
Jule: Das sind die Glocken, mit denen ich aufgewachsen bin und mit denen ich das irgendwie so verbinde. Ich glaube, im Stadtgebiet ist es nochmal anders. Ich glaube, als ich in Hannover gewohnt habe, habe ich Glockenläuten auch gar nicht so wahrgenommen wie hier auf dem Dorf.
Elske: Ja. was ich noch mal sagen möchte, was mir noch einfällt zum Thema Glockengeläut ist auch, dass es voll das Protestmittel auch sein kann. Und zwar, wenn man sich über die Leutordnung hinweg setzt. Ein Pastor bei uns im Kirchenkreis hat mal vor oder im Bereich der Kirche ist eine rechte Demo hat stattgefunden und als eine Kundgebung.
Jule: Mmmh!
Elske: auf so einem Platz dort in der Nähe und der hat als Redebeiträge waren das Glockengeläut angemacht und zwar vollgeläut. Außerhalb der Leutordnung. Darüber wurde sich natürlich Beschwerde, es wurde die Polizei gerufen und er hat das aber nicht ausgemacht, weil es einen technischen Fehler natürlich gab und er die Glocken nicht ausmachen konnte.
Jule: außerhalb der Ordnung.
Elske: dass auch als Protestmöglichkeit sich Gehör zu verschaffen oder Unmut, also ist auch mutig, dass außerhalb der Lautordnung, weil es nicht eben, es gibt diese Ordnung zu Recht und nicht umsonst, aber auch das mal sich zu Nutze zu machen, dass man da sich lautstark Gehör verschaffen kann, wenn einem etwas, wenn etwas nicht in die christliche Ordnung passt. Das ist vielleicht mal so kätzerisch.
Jule: finde ich auch sehr spannend. Andersrum ist es uns mal passiert, dass wir nach einem Jugendgottesdienst, also was heißt wir? Ich würde mich da gerne rausnehmen, weil vielleicht, also das war so ein bisschen auslösender Punkt. Ich musste ziemlich zeitig nach dem Gottesdienst nach Hause, weil ich am nächsten Tag 4 Uhr aufstehen musste und dann war so, Leute, es wäre cool, wenn ihr hier als Ehrenamtliche das alles
Elske: Ja.
Jule: zumachen, Licht aus und so und habe das alles vorher gezeigt. Hier ist der Stromkasten, hier ist der Schlüssel, die Tür muss mit dem Schlüssel und alles war besprochen. Und ich bin dann am nächsten Tag auch 4 Uhr aufgestanden, früher nach Hause, alles toll. Und dann habe ich so gegen 10 Uhr einen Anruf bekommen. So, Jule, ist da gestern missgeschickt passiert? Wir haben das jetzt aber schon wieder behoben. Ich so, ⁓ was ist denn passiert? Ja, nach dem Gottesdienst. Also da wurde vielleicht eine Sicherung zu viel ausgemacht im Stromkasten und es war eigentlich fast gar kein Strom mehr in der Kirche. Es war alles aus. Es war Zapenduster und dementsprechend ist die Uhr stehen geblieben, die ist nicht weiter gelaufen und auch die Glocken. Und dann haben die Glocken nicht geläutet und die Menschen in Usla sind durchgedreht.
Elske: Und es gab keine Brötchen in der Bäcker, stand nicht auf. ⁓ hi.
Jule: Das halt so, ich das tut mir sehr leid. Und dann wurde das halt auch schnell wieder angemacht. Aber es war wirklich so, dass Leute so verwirrt waren. Hä, es ist acht Uhr, es läutet nicht, warum läutet es zehn nicht hier? Irgendwas fehlt. Und das fand ich auch irgendwie nochmal signifikant für so ein Grundrauschen im Alltag. Also das ist Glockengeläut ja irgendwie, dass man es tatsächlich vermisst, wenn es nicht da ist.
Elske: Ja. Genau. Ja. Man ist so dran gewöhnt. Ich habe jetzt dann nur gerade überlegt, das ist ja einfach was evangelisches oder was christliches zumindest. können es jetzt. Also ich weiß, dass die Katholiken zumindest ja auch Stunden, Glocken und Kirchen zum Kirchgang sozusagen läuten. Aber ich weiß wie gesagt nicht, ob es mit dem Vater unser auch so verbunden ist. Aber für andere Religionen gilt es bei uns nicht, dass die so auf sich aufmerksam machen können oder dürfen.
Jule: Mhm.
Elske: angemessen erachtet werden würde. Also wenn man sich überlegt, dass jetzt hier der Muezzinruf über Heldesheim oder wo auch immer ihr euch befindet schallt, ist jetzt glaube ich noch nicht so.
Jule: Er die Ausnahme.
Elske: Genau. es ist nochmal eine spannende Frage vielleicht, was es unterscheidet. Also weil es ja auch ein Aufruf zum Gebet ist, wobei es halt Worte sind, die passieren und ja sozusagen. Ja, vielleicht unterscheidet sich das in der Art und Weise, was gerufen wird auch. Aber das finde ich nochmal interessant. Wenn es euch interessiert, kommentiert es doch mal bei uns irgendwo, ob es jetzt bei Instagram ist oder auch bei Spotify. könnt ihr kommentieren oder woanders, wo ihr wollt. Dann können wir vielleicht dazu ja nochmal uns überlegen oder nochmal eine Special Folge machen, finde ich.
Jule: Ja. Ja oder ein ausführlicheres Nachgeflüstert. Ja.
Elske: Ausführlicher Renteil. Genau, fände ich persönlich jedenfalls mal interessant, was so verschiedene Gebetsrufe eigentlich sind, die es gibt nach außen hin. Mir fällt wie gesagt der Moezin jetzt da ein für den Islam und warum das bei uns eigentlich nicht so geht und warum vielleicht doch an manchen Stellen.
Jule: Ja, genau, und da sind wir wieder mit unserer christlichen Dominanz in Deutschland, die ja zahlenmäßig gar nicht mehr so dominant ist. naja, Tradition und die Glocken läuten und da beschwert sich halt niemand.
Elske: Richtig. Gut, ich würde sagen, wir die Frage beantwortet. Also kann man es auch nicht glauben, oder? Also ich muss da nochmal was dazu sagen. Und zwar, finde, das bildet so stark Gesellschaft ab, sich zu beschweren als Pfarrperson, wenn ich neben der Kirche wohne, dass die Glocken läuten. Wahrscheinlich beschweren sich auch andere Leute, die neben der Kirche wohnen, über das Glockengeläut. Und ich denke mir, du ziehst dorthin der Pfarrperson,
Jule: Aus der realen Opasso. Nein!
Elske: Fahrer, die Fahrperson hat keine Wahl, der Regel Residenzpflicht, dies das, annanas, okay. Aber mich erinnert das auch immer so an die Leute, die zum Beispiel in Hannover an der Marktkirche wohnen, wo dann Markt ist, wo Weihnachtsmarkt ist, wo Bierfest ist und was weiß ich, die per Gericht durchgesetzt haben, dass 21 Uhr der Feierabend zu sein hat. Und ich denk mir nur so, du bist dahin gezogen. Was ist los bei dir?
Jule: Mmh. Ja, ist hier in den Kleinstädten genauso, dass sich beschwert wird, dass die Musik vom Kinderkarussell beim Weihnachtsmarkt beispielsweise zu laut ist und dann dürfen die das nur so ganz leise abspielen und dann fahren die Kinder auf diesem Kinderkarussell und du hörst halt dieses Rumpeln und Pumpeeln von den Maschinen und von den Dingern.
Elske: Jule, schlimmer als Kinder bei dir, ich sag's dir.
Jule: Ich lebe. Das war jetzt der Futterautomat. man hat so dieses Rumpeln und Pumpe vom Kinderkarussell, hörst du einfach lauter als die Weihnachtsmusik. Und ich denke so, ach Mensch, ja gut, das ist es jetzt hier auch mit der weihnachtlichen, kindlichen Stimmung gewesen, weil du hast nur und könntest halt stattdessen auch Weihnachtsmusik hören, aber weil die AnwohnerInnen sich beschwert haben. Genau.
Elske: Ja. Ja, aber auch darüber würden die Leute sich beschweren. Ja, es ist so. Oder auch, sozusagen, anderes Extrem, die Leute, aufs Dorf ziehen und sich beschweren, dass der Landwirt da arbeitet und dass es nach Jauche riecht. ich denke mir nur so, Däger, Ja. Naja, das nochmal als Rant am Ende. Ich würde sagen, wir haben die Frage soweit beantwortet und gehen weiter, oder?
Jule: Ja oder das Dreck auf der Straße ist. denke auch.
Elske: Zu unserer Empfehlung der Woche? Herrlich. Oder? Ja.
Jule: Machen wir die jetzt schon? Toll! Okay. Möchtest du anfangen?
Elske: Ich kann anfangen. möchte euch ein Instagram Profil empfehlen. zwar vielleicht denkt man das gar nicht so sehr, dass ich euch das empfehlen würde, sondern eher, dass das aus Julis Empfehlungsspektrum kommt. Ich hoffe, dass ich den Namen richtig sage, weil ich den noch nie ausgesprochen gehört habe. Und zwar empfehle ich euch Ena Sokou. Und zwar ist das eine Comedian Aktivistin. Person, Trash-TV-Zusammenfasserin. Ich bin jetzt da nicht so im Thema Trash-TV drin wie Jule, wobei ich durch sie schon jetzt zum Beispiel diese beiden letzten Folgen von, wie heißt das denn, die Treasure Island heißt das nicht? Temptation Island geguckt habe und mir gedacht habe, mein Gehirn ist kaputt. Auf jeden Fall ist es eine Person, die bei Instagram sehr aktiv ist und einem so Zusammenfassung der Highlights von diesen ganzen Trash Leuten gibt. Auch zum Beispiel diese Geschichte mit Kim Virginia und Nicola. Ich brauche nichts gucken. Man kann ihr folgen und sie arbeitet das alles so verein auf, dass man einfach voll Bescheid weiß. Sehr sympathisch, sehr treffend und mit der Schockiertheit, mit der man tatsächlich, also mein einziges, wie heißt das jetzt nochmal, dieses Mein einziges Format, was ich gucke bei diesen ganzen TV-Shows, ja, ich bin ein Star, hol mich hier raus. Genau. das ist aber, sie fasst das so zusammen, dass ich total fühle, ich kann total relate mit dem Gefühl, mit dem sie das wiedergibt, weil es genau so ist, wie man das guckt, mit diesem völligen Schockiertheit über das, da passiert und dass die Leute sich so im Fernsehen gebaren.
Jule: Das geht auch bald wieder los. Mhm.
Elske: und so viel davon sich teilen und so Grenzen überschreiten. Und also absolute wärmste Empfehlung. Enasoku, E-N-A-S-U-U-K-O-U. Alles zusammengeschrieben. Herrlich. Und deine Empfehlung?
Jule: Meine Empfehlung der Woche ist, und vielleicht ist es bei manchen schon zu spät, aber ich empfehle diese Woche, die Weihnachtsbeleuchtung noch nicht runterzureißen. Ich habe nämlich auch vor ungefähr zwei Wochen an, nee, offiziell ist das der 6. Dass man sagt, Weihnachtszyklus ist jetzt ein bisschen vorbei, aber
Elske: Eigentlich ist der Weihnachtszyklus doch erst am Sonntag vor Aschermittwoch vorbei, oder nicht?
Jule: Ja, weiß ich nicht, aber alle dekorieren dann immer schon und IKEA schmeißt Bäume raus und so. Und ich habe auch angefangen, so mein Nussknacker einzupacken und meine Weihnachtstannengrün und vom Tisch zu nehmen und Adventskranz und so. Und dann habe ich aber irgendwann gedacht, als ich so zu den Lichtquellen gekommen bin, nee, das will ich jetzt noch nicht abhängen.
Elske: Jaja. Mhm.
Jule: Das fühlt sich irgendwie noch nicht richtig an, weil es ist immer noch dunkel draußen. Wenn ich so einen Stern im Fenster hängen habe oder so eine kleine Lichterkette, das ist immer noch irgendwie schön, wenn das abends an ist und so ein bisschen Stimmung reinbringt.
Elske: Okay. Ja, du hast schon recht.
Jule: Und das ganz unabhängig von Weihnachtsdeko und nicht. Und wie gesagt, ich habe jetzt so alles, was sehr nach Weihnachten aussieht, mit Adventskranz und Nussknacker und Merry-Christmas beschriftet ist. Das habe ich jetzt abgehangen, aber alle Lichterketten hängen noch im Haus und im Fenster. Und es ist so abends echt immer noch ganz schön, so bisschen atmosphärisches Licht zu haben.
Elske: Das glaube ich. Ja, gute Idee.
Jule: Das ist meine Empfehlung der Woche. Für euch und wenn nicht, also wenn es nicht weihnachtlich ist, dann kann man ja auch immer noch eine normale Lichterkette sich irgendwo hin hängen und anmachen, wieder rausholen. Toll, das empfehle ich euch.
Elske: Genau, aber eigentlich also geht der Weihnachtskreis bis zum letzten Sonntag nach Epiphanias. Und dann ist aber ja schon gleich der Osterkreis. Also könnte noch ein bisschen sein jetzt.
Jule: Ja gut, heißt, ich darf offiziell hier meinen Stern noch bis Mitte Februar hängen lassen. Das fände ich gut.
Elske: Ja, oder zumindest Ende Januar. glaube, Ende Januar, Anfang Februar irgendwas. So müsste der letzte Epifan jahrsontags sein.
Jule: Ja gut. Ja, ich wohne hier in einer Gegend, wo man noch aufeinander achtet. Und wenn dann die Straße oder der Gehweg nicht geschoben ist, wird da schon mal geguckt. Und wenn da ein Tag zu viel die Weihnachtsbeleuchtung hängt, ist man auch schon Gespräch der Straße. Und ich setze mich darüber einfach hinweg.
Elske: Gefahr? Ja, ich glaube das. Du kannst die Leute dann ja einfach bewähren. Liebe Leute, guckt mal ins Kirchenjahr. Der Weihnachtszyklus ist noch nicht zu Ende. Erst am letzten Sonderjahr, Epifanias, endet das hier und bis dahin ist noch Weihnachten. Das ist so ein bisschen wie Wochenbett. Acht Wochen nach Heiligabend ist einfach so. So lange muss man. Dann ist erst diese Zeit zu Ende. Also ist Wochenbett einfach noch.
Jule: Bis dahin Ja und ich brauche auch einfach noch mehr Licht im Alltag. Also im Moment das mit die letzten Tage, mit Schnee und Glatteis und dann mummle ich mich lieber zu Hause ein, gehe unter meine Wurzel und habe da ein bisschen Licht und in dieser ganzen Dunkelheit und dann geht es mir besser. Schön. Machen wir weiter mit dieser Kategorie.
Elske: Ja. geht gar nicht. Sehr schön. Ich habe dir was mitgebracht zum Einordnen. Jesus, Maria und Joseph. Jesus natürlich ist der Hot Take. Maria ist auch wichtig und Joseph ist da gewesen. Das sind so die Kategorien. Und ich finde zum Anfang des Jahres, zum Start nach der Elternzeit und vielleicht zum Start eines neuen Freizeiten und Veranstaltungsjahres in der Kirche und in der evangelischen Jugend habe ich dich Folgendes zum
Jule: War auch dabei.
Elske: einsortieren und zwar drei Dinge einsortieren nach Jesus, Maria und Josef und zwar Sommerfreizeiten, Juleikerschulung und La-You-Camp.
Jule: Ich hab'n Stift. Ich bin bereit. Ich hab'n Stift, ich bin bereit. Ja? Ja? Hahaha!
Elske: Also Landesjugendcamp bei uns alle zwei Jahre, wenn in dem Jahr, in dem nicht Kirchentag ist, ist unsere größte Jugendveranstaltung der Landeskirche. die, die es nicht wissen. Julaika ist Jugendleiter-Card, das ist so eine Gruppenleitungskarte und da machen wir Seminare, bei denen Jugendliche lernen, wie sie Gruppen anleiten. Und Sommerfreizeiten sollte ein Begriff sein, man fährt halt in den Urlaub im Sommer.
Jule: und Sommerfreizeiten. ohne Eltern.
Elske: Es sei denn deine Eltern sind ein paar Personediakoninnen, die dich mitnehmen auf eine freie Zeit.
Jule: Ja, die... Ne, lachen wir nicht drüber. Es gibt diese Menschen. Ähm, ich habe...
Elske: Ja, du, ich in zehn Jahren ist wahrscheinlich unser großes Kind auch mit.
Jule: Da muss ich mir gar nicht lange Großgedanken drüber machen, weil das liegt auf der Hand. Mein absoluter Josef, also zu 101 Prozent Josef, wirklich schlimm für mich privat persönlich, jetzt nicht dienstlich, ist das Landesjugendcamp. Ich trenne das, ich hasse campen und es steckt schon drin, la you camp.
Elske: Das kannst du nicht trennen! Das kannst du nicht trennen!
Jule: zwingt mich dazu, einem Zelt zu schlafen, über eine matschige Wiese zu rennen und ich empfinde da keine Freude dran. Es hat für mich wirklich gar nichts. Also ich habe das einmal gemacht, ich war einmal da als FSJ-Kraft. Da stand ich in so einem dienstlichen Zwang und jetzt habe ich halt das Glück, dass ich ein Team im Kreis Jugenddienst habe und wir aufgeteilt haben, welche Person ist für das Camp verantwortlich und welche für den Kirchentag. und ich habe meinen Arm ausgerissen und habe mich für den Kirchentag gemeldet und alle waren sehr dankbar. Und deswegen bin ich aus dieser Campnummer, habe ich mich schlängelig mich so ein bisschen rum und raus, weil das wirklich, ich glaube offiziell ist es dienstverpflichtend für mich. Und ich habe auch bei unserer Jahresplanung mit dem Jugendkonvent artig Werbung dafür gemacht und habe gesagt, das passiert da. Hier habt ihr das Magazin dazu, hier könnt ihr Aftermovie schauen. Aber bei mir löst es dienstlich gesehen. Also ist das für mich eins? Nee, da sage ich gerne nein.
Elske: Du hast es doch vermischt. hast gesagt, es ist privat nicht für dich schlimm. Und dienstlich gesehen findest du es auch schlimm. Du findest es schlimm.
Jule: Naja, weil ich bin ja eigentlich verpflichtet, aber ich möchte das eigentlich gar nicht sein. Ja, also und es liegt vor allem am Format, man jetzt sagen. Also keine Ahnung, Kirchentag würde ich auch nicht in der Schule schlafen wollen. Bin ich ganz ehrlich, weil ich einfach, ich brauche so meinen Rückzugsort. Ich brauche ein Bett oder wenigstens irgendwas Festes mich herum. Da bin ich.
Elske: Hacham! Du auch jemand sehr muskulöses sein, dich herum, dann hast du auch was Festes.
Jule: Nee, im Zelt würde mir auch nicht so... Im Auto schlafen, kein Problem. Aber dieses Zelt und dann diese Feuchtigkeit, da spüre ich keine Freude. Und Maria sind für mich Sommerfreizeiten. Ich finde das toll, wenn Jugendliche unterwegs sind. Oder wir haben das Glück bei uns, dass relativ viele Freizeiten ehrenamtlich geleitet sind und wir nicht.
Elske: Ja, ist die an.
Jule: in der Pflicht sind, immer am Freizeitort dabei zu sein und praktisch nur im Backup für die ehrenamtlichen Leitungen und das Team. Deswegen finde ich das immer schön, wenn sich da so viele Menschen auf den Weg machen, ob jetzt als Teilnehmende oder als Teammitglieder. Und mein persönlicher Favorit ist Ulyka, weil ich einfach total gerne mit dem Team arbeite, weil das eine sehr anspruchsvolle Art von Jugendbildung ist. Und was ich da halt auch gut finde, wie zum Beispiel bei den Sommerfreizeiten auch, alle Menschen, da sind, sind freiwillig da. Niemand ist gezwungen da zu sein. Alle wollen irgendwas. Das ist jetzt nicht wie bei so einer Konfi-Freizeit, wo man nachts irgendwie auf dem Flur sagen muss, jetzt seid doch mal bitte leise, sondern du kannst sagen, du willst hier irgendwie in Zukunft Verantwortung für Jugendgruppen übernehmen und für andere Menschen. Jetzt reiß dich mal zusammen, sonst können wir dir das hier irgendwie nicht glaubhaft abnehmen. dass du das ernst meinst. und deswegen finde ich das total schön. Damit fängt mein Jahr auch immer an. Wir fahren jetzt bald wieder auf Vorbereitung mit dem Team und das ist eine sehr kleine Gruppe. Wir sind zwölf Leute im Team und das ist schon sehr herausfordernd inhaltlich und auch sehr
Elske: dass der Lage bist.
Jule: anstrengend, was Teamdynamiken angeht, weil es am Ende muss das ja auch passen, damit das auf der Schulung an sich funktioniert. Und ich freue mich einfach, dabei sein zu dürfen, das Jahr für Jahr zu begleiten und da Menschen irgendwie auch zu sehen, die dann ihre U-LiKa machen und dann nach und nach in ihre Funktion als Gruppenleiterin wachsen. Deswegen ist das mein absolutes Highlight. Wie sieht es bei dir aus, jetzt wo du wieder fresh rein startest?
Elske: Ja, voll. Sehr schön. Ja, also für mich ist das Landesjugendcamp auch meine unliebste Veranstaltung. Und das hat überhaupt nichts mit den Jugendlichen zu tun, muss ich gleich mal vorweg sagen. Und ich glaube auch, als Teilnehmerin fände ich es richtig gut. Da hätte ich wahrscheinlich richtig Bock, wenn ich so 14, 15, 16, was auch immer wäre. Aber aus meiner Perspektive, ich habe da einfach Für mich ist das... Für mich als, also ganz individuell, als Kirchenkreisjugendwartin, Diakonin für die Landeskirche, fehlt mir da ganz viel Profil, was es für mich als eine evangelische Jugendveranstaltung auszeichnet. Und das finde ich dann, deswegen finde ich super anstrengend, weil ich die ganze Zeit so denke, könnte auch freiwillige Feuerwehr sein. Punktuell ist es anders, brauchen wir nicht darüber diskutieren. Jetzt kommen, wir machen doch andere in dieses Jahr. Aber trotzdem ist ja mein Gefühl.
Jule: Mhm.
Elske: Und Zelten, naja, also Zelten ist es auch nicht so mein super Ding. Ich habe immer bisher Glück gehabt, dass ich noch Platz im Haus abbekommen habe. Und dieses Jahr ist ja auch wieder Camp und Camp und wir werden mit einem Camper kommen. geht auch. Von daher passt es schon. Und für mich ist auch Maria Sommerfreizeiten. Wir bieten ja in der Regel eine Sommerfreizeit an. Dieses Jahr mache ich gar keine, sondern bin so ein Backoffice.
Jule: Soll.
Elske: Und weswegen für mich Wärmerfreizeit nicht das absolute Highlight sind, ist, dass ich diesen, ich fühle nicht so dieses wir ersetzen letztlich so eine Tourismusbranche mäßige. wir fahren 20 Stunden mit einem Reisebus nach Kroatien, damit die Jugendlichen da am Strand liegen können.
Jule: Ja, kann ich verstehen.
Elske: Super für super, trotzdem noch super viel Geld. Ja, weniger als ein kommerzieller Reiseveranstalter das macht, aber trotzdem noch für super viel Geld. Und auch da fehlt mir einfach so viel Profil. ich mag lieber so niedrigschwelligere Angebote. Ich mag gerne, wenn man nicht so weit wegfährt, wenn man irgendwie vielleicht auch fast sogar vor Ort hat, wenn man kostenlos oder kostengünstig Angebote macht. Also mir ist das nicht diakonisch genug, zum Beispiel Freizeiten. Und Jesus ist für mich auch Juleika und die Gründe sind letztlich die, die du auch nennst. Ich finde es toll, dass Jugendliche Bock haben, sich zu engagieren und also ehrenamtlich ihre private Zeit, das, wo sie auch in ihrem Bett rumhängen können und an einer Konsole zocken könnten, sage ich jetzt mal so blöd, aufopfern in ihren Ferien, mit uns wegzufahren, zu lernen, wie sie was Tolles für andere machen. Ich finde es richtig gut. Das würde ich
Jule: Mhm.
Elske: total gerne auch noch mehr oder noch intensiver machen, weil ich das richtig schön finde. Und auch genau wie du sagst, ist eine super anspruchsvolle Bildungsarbeit, weil wir eben nicht einfach nur so ein schulisches Wissen in die Leute reinbringen, sondern weil es darum geht, Persönlichkeiten zu formen, die dazu in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen für andere. Und wenn ich eine Julika habe, mal sozusagen, was die Latte ist, über die man da springen muss, Wenn ich eine Julaika habe, darf ich eigenverantwortlich ohne hauptamtliche Person Freizeiten leiten? Und das ist echt krass, wenn man sich mal überlegt, dass so eine Freizeit, ich sag es mal, so zwischen 15 und 50 Teilnehmende hat und man ein Team zusammenstellt. Und es gibt doch größere und kernere Freizeiten, aber... Und man da irgendwie dann für 15, 20, 30, was weiß ich, wie viele Kinder die Verantwortung beträgt, dafür Leute auszubilden, finde ich... finde ich mega gut. Genau.
Jule: toll. Da wir uns ja mal wieder sehr einig.
Elske: und mal eben den Rant übers Camp losgeworden.
Jule: gucken, ob sich jemand meldet dazu.
Elske: Quatsch, ich bitte dich. Na und also ich feier hin und ich mach auch mit und so und ich bring mich auch ein. ich wäre da lieber jugendlich. Ich wäre da einfach, ich glaube, es ist vielleicht auch bisschen neid. Ich wäre da einfach lieber gerne jugendlich.
Jule: Gut. Dann würde ich sagen, haben wir's, oder?
Elske: Genau, das war Flüsterfragen, der Podcast für deine Glaubensfragen, die du dich nicht traust lautzustellen. Und das Beste bei uns ist, falsche Fragen gibt es nicht. Deine Fragen erreichen uns über telonym.me. Oder heißt es telonym.me.möglich? Versuch's. Bei NGL als Direct Message, bei Instagram oder jetzt bei mir auch wieder hier. Kannst reinkommen in mein Büro und mir eine Frage stellen.
Jule: War auch nicht mehr lange, weil irgendwann zieht ihr ja
Elske: Ja, wir ziehen jetzt in zwei Wochen, drei Wochen, zwei bis drei Wochen ziehen wir
Jule: Da kann man nicht mehr einfach so in das Büro reinspazieren.
Elske: Doch, dann könnt ihr noch, also nicht mehr in dieses, aber dann könnt ihr noch mehr einfach so rein spazieren, weil unser Ort noch zentraler ist und wir noch berrierearmer sind. Mega. Alles klar. Bis dann. Tschüss.
Jule: Toll! Okay, bis in zwei Wochen. Tschüss!